| Meine Taucherlampe... |
Was gibt es sonst über
eine Taucherlampe zu berichten? Eigentlich nicht viel. Hier handelt es
sich allerdings um eine selbstgebaute (besser: umgebaute) Lampe. Schon
des öfteren wurde ich auf meinen Umbau angesprochen. Aus diesem Grund
habe ich mich entschlossen, diese Seite aufzubauen.
Schaut
Euch nach Lektüre dieser Seite unbedingt
die
Weiterentwicklung an.
Besonderheiten der Lampe sind in Stichpunkten:
Beschreibung der Lampe
| So sieht die
fertige Lampe aus. Der Bleiakku (2,4kg über Wasser -- ca. 1,5kg Abtrieb)
kommt in die Jackettasche. Das Kabel kann daher sehr kurz gehalten werden.
Die Lampe wird einfach in eine der Ösen in Brusthöhe eingeklinkt
-- fertig.
Die etwas einseitige Gewichtsverteilung kann durch Verlagerung der Bleistücke am Gurt ausgeglichen werden -- ist aber nicht nötig. |
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In der Praxis schalte ich erst mit dem Klettband die Lampe auf 66 % (innen einstellbar). Somit ist auch eine Softstartfunktion gegeben. Nun schalte ich einfach mit der hinteren Schaltschraube die Lampe auf 100%. Es sind also beide Schaltkreise aktiv. So kann ich auch übergangslos wieder auf 66 % zurückschalten.
Im Original handelte es sich um eine Andraschko Light-Stick.
Brenndauer:
Nachladen der Lampe
an der Autobatterie
| Bei ausgeschaltetem Motor liefert der Zigarettenanzünder nur 12V. Allerdings werden Blei-Gels mit konstant 13,8V (Schnelladung mit 14,4V) geladen. Nun ist es wünschenswert, am See oder beim Camping die Lampe soweit nachzuladen, daß sie wieder hinreichend voll ist. |
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Beispiel:
Nachladen der Lampe auf z.B. Tagesausflug mit einem Schiff
| Auch als sehr
praktisch hat sich ein weiterer Blei-Gel erwiesen. Natürlich hätte
man ihn auch als Wechselakku ausführen können, aber das ist mir
zu teuer (UW-Kupplungen).
Der 6,5Ah Blei-Gel und die 5Ah NCs in Reihe ermöglichen das einmalige Nachladen der Lampe. Auf einem Tagesausflug per Schiff in Holland hat sich diese Konfiguration bestens bewährt. Der beiliegende Stecker (nicht mit dem Akku verbunden) ermöglicht auch das Laden an der Autobatterie (s.o.). |
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Das Hauptproblem beim
Umbau war die Kabeldurchführung durch das PE-Gehäuse der Lampe
| PE ist schlecht zu kleben.
Eine teure Kabeldurchführung kam wegen der starken Rundung des Gehäuses
und der Baugröße nicht in Frage. Eine andere Stelle gibt es
nicht.
Anfängliche Versuche mit Zwei-Komponenten-Epoxidharz- Kleber scheiterten, da er viel zu hart ist, sich aber das Gehäuse unter Druck elastisch verformt -- der Kleber löste sich von der Lampe. Die Lösung ist das einfach zu beschaffende Aquasure (im Tauchladen). Das Zeug klebt toll und verformt sich unter Druck elastisch mit der Lampe. |
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Kosten -- insgesamt kostet die Lampe unter 200.-DM!!!
Tips und Tricks beim Basteln
Der Bleigel ist druckdicht (da kein Gas darin), daher braucht er nicht vor dem Umgebungsdruck geschützt zu werden. Die Nylontasche dient nur als Zugsicherung. Das Kabel (dickes Lautsprecherkabel) habe ich angelötet. Dann wurden alle möglichen Undichtigkeiten am Akku mit Aquasure abgedichtet. Die sechs Überdruckventile sollte man offen lassen.
Es ist möglich, daß das Kabel irgendwo undicht wird. Prinzipiell schadet das zwar nicht beim Betrieb, allerdings läuft dann durch das Kabel Wasser in die Lampe. Daher sollte das Kabelende in der Lampe erst mit viel Lötzinn und dann mit ebenfalls Aquasure abgedichtet werden.
Derjenige, der keine Elektronikfertigkeiten hat, kann auch den bereits eingebauten Mikroschalter als Schalter benutzen. Allerdings verkraftet er nur 5A (60W) oder kurzzeitig 10A. Beim Einschalten entstehen allerdings kurzzeitig sehr hohe Ströme. Es empfiehlt sich daher auch bei einem 50W-Brenner den Mikroschalter nur zum Ansteuern eines Relais zu benutzen. Wer nicht mit MOSFETs umgehen will, kann auch zur Not so ein Lastrelais aus dem KFZ (30A) benutzen.
Die optimale Brennergröße für diese Lampe ist wohl 50W. Ich setze zwar 75W (HLX) ein, jedoch ist die Hitzeentwicklung für das PE doch schon zu groß. Mit Beschichtung der entsprechenden Zone mit Zwei-Komponenten-Epoxidharzkleber komme ich auch mit 75W hin. Natürlich ist die Lampe daher nur zum Betrieb im Wasser geeignet. Kurzzeitiger Betrieb über Wasser geht natürlich auch.
Adresse der Firma Andraschko
Die Firma Andraschko gibt es
nicht mehr.
Jan 2002: Dank an Ralf Zivkovic für den Tipp: die Nachfolgefirma heißt
ATS Gustav
Rühl Elmenstr. 16 78576 Liptingen
Tel/Fax: 07465/920069
Adresse der Firma DEV-Pein
DEV Pein
Bachstr. 62
40217 Düsseldorf
Tel. 0211/934196-0
Fax. /934196-17
Tipps anderer Taucher:
Insbesondere sind hier die
Seiten von Klaus
Jäckle und Reinhard
Kopka zu nennen.
Klaus behauptet zwar, daß
das meiste an seiner Seite noch fehlt, aber der Besuch ist mit Sicherheit
lohnend.
Fragen und Antworten zur Lampe:
Es gibt von Osram fertige 75W HLX-Kaltlichtreflektoren (siehe bei Klaus Jäckel). Allerdings haben sie nur einen festen Austrittswinkel (>30Grad). Ich habe sie auch erst eingesetzt, aber nach leichter Feuchtigkeit hat sich die Beschichtung des Spiegels aufgelöst. Die 75W-HLX-Birne kann man auch einzeln kaufen. Ich habe dem Klaus die Osram-Nummer genannt und er hat sie auch veröffentlicht (schaue doch bitte bei ihm nach -- oder ich suche sie Dir bei Bedarf raus). Man kann aus den meisten handelsüblichen Kaltlichtspiegeln leicht den alten Brenner herauskratzen (evtl. Gips vorher in Wasser einweichen) und dann einen neuen eingipsen.
Wie läuft das mit dem Lampe abschneiden ? Und vor allem mit dem wieder zusammenfügen ?
Das gelbe Teil ist einfach nur ein PE-Rohr. Die schwarzen Enden sind mit doppelter O-Ring-Dichtung einfach nur eingesteckt. Also: hinteren schwarzen Deckel herausziehen, mit Säge gelbes Rohr kürzen und schwarzes Teil wieder reinstecken;-) Da vorderes und hinteres schwarzes Teil eine gewisse Einstecklänge brauchen, konnte ich die Lampe nicht noch mehr verkürzen.
Dichtung der Schaltschraube - ist das eine fertige Schraube, wie sieht die Führung aus ? Einfach ein Loch mit Gewinde gebohrt ?
| Ja, es ist eine fertige Schraube. Eigentlich eine normale Schraube, an der zwei O-Ringe befestigt sind --- ok, Loch mit Gewinde und O-Ring-Bereich. | ![]() |
Etwas mehr doch schon? Also einen Stecker (Lampe) und zwei Kupplungen (einmal pro Akku). Mir liegen nur die DEV-Pein-Preise vor. Im Verhältnis zu 200.-DM Gesamtkosten sind mir 100.-DM für die UW-Verbindungen zu viel.
Hält das Aquasure auch auf Dauer an der Oberfläche fest ? Besonders wenn sich das Kabel bewegt.
Bisher ist alles dicht. Wie Du auf dem Bild siehst, ist das Kabel mit einem Kabelbinder gegen Zug geschützt -- das Kabel kann sich nicht im Kleber bewegen!! Weiterhin benutze ich (siehe Bild) parallel zum Kabel eine Schnur und eine Nylontasche als Zugsicherung.
Andraschko verkauft gebrauchte Lampen ? Sind das defekte Rückläufer oder was ?
Sicherlich handelt es sich um Rückläufer irgendwelcher Art. Ein Gehäuse mit Gebrauchsspuren läßt sich sicherlich schlecht verkaufen. Für den Hersteller kann das Gehäuse nicht sehr teuer sein. Es handelt sich ja um PE-Teile, die einfach zusammengesteckt werden (Dichtung mit doppelten O-Ringen).
Wie bekomme ich diese Lampe auf ????
An der Lampe
ist alles nur gesteckt und analog zur Schaltschraube mit O-Ringen abgedichtet.
Hinteres Teil ausbauen: hinteres schwarzes "Teil" (mit Hölzern
o.ä.) in den Schraubstock spannen und durch wippen (nicht drehen!!) abziehen.
Vorderes Teil ausbauen: der vordere Teil ist aus Aluminium, somit heißt
es hier vorsichtiger zu sein. Wenn das durch den Schraubstocktrick nicht klappt,
dann hilft nur folgendes: Lampe leeren und von innen nach außen mit
einen Holzstab und Hammer austreiben.
Solltet Ihr Fragen, Tips oder
Anregungen zu meiner Seite haben, so
lasst mich das bitte wissen.